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Jul (Wintersonnenwende)

Jahresfeste

Jule; Jul; Mittwinter, Wintersonnenwende; Weihenächte, Alban Arth(u)n
„Die Geburt des Lichts“.
Beginn eines Neuen Zyklus, des aufsteigenden Lichtzyklus – somit der eigentliche Jahresbeginn!
Dieses Fest ist ein „Sonnenfest“.
Auch ein sogenanntes Hochfest, da hier dem wiederkehrenden Licht gedacht wird.
Voraussichtlich ist dies eines der ältesten Feste der Menschheit. Es wurde überall, unabhängig vom kulturellen Einfluss gefeiert und verbindet somit alle Mensche weit über ihre kulturellen Unterschiede hinaus. Es ist dadurch auch ein Fest des Friedens.
Dieses wichtige „heidnische“ Fest war natürlich tief verwurzelt und ließ sich auch nicht „ausrotten“. Daher wurde es übernommen und umgedeutet – Weihnacht, Geburt Christi (wurde es erst ab ca. 400 nach Chr.) Die Römer feierten damals, an diesem Tag das Fest der unbesiegbaren Sonne.
Wichtig deswegen, da dieser Tag die „Wende“ des Jahres einleitet. Es war seienrzeit der „Jahresbeginn“.
Ursprünglich dauerte dieses Fest mehrere Tage!
Mit diesem Tag sind einige andere Traditionen eng verbunden. Wie die Raunächte und die „wilde Jagt“ / der Perchtenlauf. Dies entspricht auch der alten Tradition des mehrtägigen Feierns.

Termin

21. Dezember 2026 – 21.50 geht die Sonnen in das Zeichen des Steinbocks

Bedeutung & Kraft
    • Es ist die Zeit der längsten Nacht, somit der tiefsten Finsternis.
      Die Kraft der Natur hat sich bis zu diesem Tag völlig zurückgezogen und wartet auf Erneuerung. Die Kraft der Samen schlummern tief in der Erde.
    • Symbol für Licht und Wiedergeburt.
      Vorher herrschen Dunkelheit und Tod. Es mag auch an diesem Gefühl dafür in uns liegen, dass wir speziell in dieser Zeit besonders viel Lichtschmuck anbringen. Dies als Gegenpol zu dieser „angstmachenden“ Dunkelheit.
      Es ist der eigentliche Jahresbeginn. Die Geburt der Sonne. Die große Göttin gebiert das Sonnenkind – den Sonnengott in Gestalt eines Kindes, den „Lichtbringer“!
      Der wiedergeborene Gott.
    • Scheinbar ist kein Leben mehr vorhanden. „Anscheinend steht die Welt still“. Nur noch immergrüne Gewächse sind vorhanden. Diese sind mit der Symbolik dieses Tages eng verbunden.
    • Mittwinter – nicht Mitte des Winters, sondern einer der zwei Wendepunkte des Jahres.
      Von der Symbolik bedeutender als die Sommersonnenwende. Weil dieser Tag die Geburt der Sonne einleitet. Die Tage werden länger und die fruchtbare Zeit dämmert herauf. Wichtiger Stichtag für die ehemalige Landbevölkerung.
    • Die Sonne hat ihren südlichsten Wendepunkt erreicht.
Bräuche
  • Der grüne Kranz. Als Symbol des Kreislaufes der Natur.
  • Der Tannenbaum, ein ursprünglich heidnischer Brauch um daran zu erinnern, das die scheinbar tote Natur doch noch lebt. Er symbolisiert die immerwährenden Kräfte der Natur.
  • Immergrüne Pflanzen als Erinnerung an die wiederkehrende Fruchtbarkeit der Erde.
  • Räucherungen; rituelles Verbrennen von Kräutern zum Reinigen von Haus und Stall. Damit sollen die Geister des „alten“ Jahres vertrieben werden. Anschließend wurden die Häuser durch magische Zeichen, die an der Eingangstüre angebracht wurden, geschützt.
    Siehe – die Parallelen zu der christlichen Tradition am 3 Königstag.
  • Holzscheit, / Julbock / Christblock – es zeigt die Bedeutung des Feuers in der dunklen Zeit. Ebenso wurde das „wichtige“ Herdfeuer verehrt. Das Feuer, welches nie ausgehen durfte, wurde an diesem Tag verlöscht und mit dem Julblock wieder angezündet. Als Zeichen der Geburt des neuen Lichts.
  • Teller mit Nahrung hinaus stellen, damit sich die herumziehenden Seelen (siehe „wilde Jagt“) daran stärken können. Als Gegenleistung wurde Hilfe für das kommende Jahr erwartet.
  • Traditionsgemäß wurde das Julfest mit der Familie gefeiert. Aber auch mit guten Freunden.
  • Traditioneller Julbaumschmuck – Nüsse, Lebkuchen, Dörrobst, Strohsterne, Kerzen.
  • Die Geschenke sollen an das Geschenk der Großen Mutter, die Geburt des Sonnenkindes erinnern.
  • Beginn der Feier im Dunkeln und dann nach einiger Zeit die Kerzen anzünden – die Geburt des Lichtes.
  • Die Raunächte
  • Die zwölf Raunächte symbolisieren auch das gesamte kommende Jahr. Werden daher auch als „Lostage“ für das Wetter des kommenden Jahres bezeichnet. Wobei hier auch unterschiedliche Beginntage vorhanden sind. Sowohl der 24. als auch der 25. Dezember (dies würde dann dem Januar entsprechen). Daher wird in Mondbücher empfohlen ab dem 24. Dezember die Aufzeichnungen zu machen und dann mit dem Wetter im Januar zu vergleichen und danach den Rest ausrichten.
  • Sie dienten ursprünglich dazu, dass Mondjahr mit dem Sonnenjahr zu harmonisieren.
  • In dieser Zeit wurde nicht gearbeitet, sonder gefeiert.
  • Es sind auch die Nächte der „wilden Jagt“
  • Wilde Jagt / Perchtenlauf
  • Die Raunächte sind die Nächte in denen die wilde Jagt über den Himmel zieht. Wobei sowohl Wotan damit zu tun hat – er bläst zur wilden Jagt, als auch die Frau Holle. Hier zeigt die Holle ihr zweites Gesicht. Hier ist sie nicht die Federn ausschüttelnde liebe Frau, sonder sie zieht mit ihrem Gefolge umher. Bei dem Gefolge handelt es sich um die Seelen Verstorbener / Ahnen.
  • Bei uns sind die Perchtläufe bekannt. Hier handelt es sich auch um Geister, die ihr Unwesen treiben und dann ausgetrieben werden. Ähnlich wie zu Samhain / Halloween
  • Erzählungen / Aberglaube

    Zur Heiligen Nacht

  • Zwischen Weihnachten und Neujahr dürfen die Ställe nicht ausgemistet werden. Sonst bekommt man es mit den Hexen zu tun.
  • In der Weihnachtsnacht wird alles Wasser zu Wein und die Tiere reden in menschlicher Sprache
    • Wer Weihnachten viel isst dem geht es im kommenden Jahr gut.  Zu den Raunächten
    • Jegliche Arbeit ist an diesen Tagen zu unterlassen, denn sonst fällt der Wolf die Herde an und die Tiere entwickeln sich nicht gut.
    • Die Träume der zwölf Nächte erfüllen sich in den kommenden zwölf Monaten. Wobei jede Nacht für ein Monat steht.
    Farben

    Rot, Grün, Gold

    Pflanzen

    Tanne, Mistel, Efeu, Stechpalme

    Tiere

    Gans (=das heilige Tier der Fr. Holle), Hirsch, Esel, Pferd, Zaunkönig, Bär

    Symbole
  • Immergrüne Pflanzen
  • Sonne, Spiegel
  • Apfel – der „Lebenskern“ im Inneren. Auch als Symbol, dass der Samen in der „ruht“ im „wiedergeboren“ zu werden.
  • Weltenberg / Weltenbaum = die Achsenbetonung – Himmel / Erde
  • Höhlen, Krippen
  • Norden
  • Hirschgeweih
  • Götter / Göttinnen
  • Holle / Hulda / Heel / Percht
  • Osiris – Horus
  • Maria mit Jesuskind
  • Isis mit Horus am Schoß
  • Wotan (Wodan) – in diesem Fall als Totengott / Gott der Ahnen
  • Apollo, Jeheshua (Jesus), Mithras, Mabon – Mah-bawn = keltisch und bedeutet „der große Sohn der großen Mutter“ / Jugendlicher / junger Mann / Sohn
  • Sonstiges

    Kerzen, Räucherwerk.

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    https://joy-of-living.at/wp-content/uploads/Perchte_kl.jpg 460 479 Herbert Gradl https://joy-of-living.at/wp-content/uploads/Logo_klein_180-80-mit-Rand.png Herbert Gradl2017-01-10 19:03:192026-02-26 12:21:09Jul (Wintersonnenwende)
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